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Entscheidungsfindung  
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Entscheidungen zu treffen fällt uns oft sehr schwer. Als Unternehmer sollten Sie jedoch eines bedenken:

Erfolgreiche Menschen treffen Entscheidungen
Nicht erfolgreiche Menschen schieben Entscheidungen vor sich hin!

Bei der Entscheidungsfindung geht es meist also darum überhaupt in kurzer Zeit eine Entscheidung zu treffen. Durch falsche Entscheidungen können Sie nur lernen und beim nächsten Mal vielleicht die richtige Entscheidung treffen. Einige Studien belegen, dass erfolgreiche Menschen nicht immer alles richtig gemacht haben (nur ca. 50% aller Entscheidungen waren richtig), sie haben aber wenigstens Entscheidungen getroffen und aus falschen Entscheidungen das beste gemacht und rasch daraus gelernt.

Bei der Entscheidungsfindung sollten Sie grundsätzlich immer folgendes berücksichtigen:

  • Welche Informationen habe ich?

  • Wie sicher ist die Information die ich habe?

  • Wie wichtig ist die Entscheidung?

  • Wie Entscheidungs- und Risikofreudig bin ich?

  • Gibt es Beispiele?

  • Gab es in der Vergangenheit ähnliche Fälle?

Sollten Sie sich dennoch bei der Entscheidungsfindung schwer tun, so stellen wir Ihnen hier einige Methoden vor, welche die Entscheidungsfindung unterstützen:

  • Scoring Methode

  • Profilanalyse

  • Gruppenentscheidung

Scoring Methode

Bei der Scoring-Methode (auch Punktwertmethode) gehen Sie völlig analytisch vor. Definieren Sie zunächst KO-Kriterien die auf jeden Fall erfüllt sein müssen. Scheiden Sie daher alle Varianten aus, die diese KO-Kriterien nicht erfüllen. Definieren Sie dann so viele Kriterien wie Ihnen einfallen. Danach weisen Sie den Kriterien eine Gewichtung zu (in Prozent). Die Gewichtung sollte insgesamt 100% ergeben. Erstellen Sie eine Tabelle nach folgendem Muster:

Kriterien Gewichtung Punkte - Variante A Ergebnis Variante A Punkte - Variante B Ergebnis Variante B
Kriterium A 10% 5 5 * 10 = 50 10 10 * 10 = 100
Kriterium B 50% 1 1 * 50 = 50 2 2 * 50 = 100
      100   200

Ablauf der Scoring Methode:

  • Besorgen Sie sich Informationen über alle möglichen Varianten.

  • Stellen Sie KO-Kriterien auf, diese Kriterien müssen unbedingt erfüllt werden.

  • Scheiden Sie alle Varianten aus, welche die KO-Kriterien nicht erfüllen.

  • Definieren Sie alle weiteren Kriterien

  • Gewichten Sie die gefundenen Kriterien, die Gewichtung sollte zusammen 100% ergeben (z.B. Preis ist zu 60% entscheiden, 20% die Serviceleistungen, 10% der Stromverbrauch, etc.)

  • Tragen Sie alle Kriterien mit deren Gewichtung entsprechend obigem Muster in eine Tabelle ein und vergeben Sie für die einzelnen Varianten Punkte

  • Errechnen Sie den Punkteentstand in dem Sie die Punkte mit der Gewichtung pro Kriterium multiplizieren und zum Schluss Spaltenweise das Ergebnis aufsummieren.

  • Die Variante mit den meisten Punkten, sollte die optimale Lösung für Sie sein

Beispiel:

Computerkauf:

KO-Kriterien:

  • Prozessor > 2 GHz

  • Arbeitsspeicher >= 256MB RAM

  • Garantie mindiestens 1 Jahr Vor-Ort

Kriterien Gewichtung Computer A Ergebnis A Computer B Ergebnis B
Prozessorgeschwindigkeit 20% 10 200 6 120
Arbeitsspeicher 30% 10 300 5 150
Garantie 30% 1 30 10 300
Hotline 10% 1 10 10 100
Stromverbrauch 5% 1 5 10 50
Geräuschentwicklung 5% 1 5 1 5
ERGEBNIS 100%   550   725

Nach dieser Scoring Analyse gewinnt nicht der Computer mit dem schnelleren Prozessor und dem größeren Arbeitsspeicher, sondern das ausgewogenere Gesamtpaket!

Häufige Fehler bei der Scoring Analyse:

  • Fehlerhafte Gewichtung
  • Unbewusst oder bewusst werden die Punkte für oder gegen eine bestimmte Variante vergeben

Profilanalyse

Hier werden einzelne Werte der Scoring Methode grafisch analysiert. Die Profilanalyse setzte jedoch keine vollständige Scoring Analyse voraus. Besonders bei nicht linearen Kriterien eignet sich die Profilanalyse sehr gut.

Gruppenentscheidungen

Manche Entscheidungen können Sie auch versuchen in der Gruppe zu treffen. Gruppenentscheidungen eignen sich jedoch nicht für Routine- oder kleinere Entscheidungen! Gruppenentscheidungen sind dann interessant, wenn es um alle im Betrieb geht. Am Ende einer Gruppenentscheidung sollte allerdings immer eine einstimmige Lösung stehen. Die Gruppenentscheidungsfindung sollte nicht durch eine Abstimmung, einen Kompromiss oder durch Druck auf einzelne Gruppenmitglieder entstehen. Dies wird Unzufriedenheit auslösen und dieses Instrument nutzlos machen.

 

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